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Berufe der jüdischen Mitbürger

Der größte Teil der Juden wird Metzger oder Viehhändler gewesen sein, weil in der Eifel der Viehandel eine große Rolle spielte. Namentlich bekannt sind mir allerdings nur drei:

  1. Moritz Schmitz, der Metzger war und dessen Betrieb 1935 von Nationalsozialisten wegen angeblicher Unsauberkeit geschlossen wurde.
  2. Moritz Siegler war Bauer und Viehhändler. Sein Betrieb wurde erst 1938 geschlossen.
  3. Bernhard Siegler, der in Kaisersesch ebenso wie nach seiner Auswanderung in die USA als Viehändler tätig war.

Einige Juden waren sicherlich zusätzlich oder hauptberuflich in der Landwirtschaft tätig, wie wir ja am Beispiel von Moritz Siegler gesehen haben, da dies in der Eifel einer der Hauptberufszweige war. Andere Juden betätigten sich im Verkauf. So führte Max Schmitz ein Textilwarengeschäft und Auschels Berta, so wurden die Mitglieder der Familie Siegler im Volksmund genannt, verkaufte Kurzwaren und Wäsche. Auch wird von Moritz Lang berichtet, daß er mit der Schelle durch das Dorf ging und Fische verkaufte.