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Ereignisse in der Reichsprogromnacht

In der Reichsprogromnacht halfen Cochemer SA-Mitglieder den Kaisersecher Parteigenossen bei ihrer verwüstenden Tätigkeit, da diese mit den hier ansäßigen Juden in keinerlei Verbindung standen und so skrupelloser zu Werke gehen konnten. Nach dem gleichen Prinzip wurde auch die Synagoge in Mayen von auswärtigen SA-Mitgliedern niedergebrannt, während die Mayener in anderen Dörfern ihr Unwesen trieben. In dieser Nacht soll angeblich nur das Gebetshaus beschädigt und demoliert worden sein, aber dies entspricht nicht der vollen Wahrheit. Einige Familien wurden in dieser Nacht drangsaliert, beschimpft und geschlagen. So bestätigten Augenzeugen, daß die SA in das Haus der Familie Schmitz eindrang, die Wohnung verwüsteten und die Familienmitglieder schlugen. Am nächsten Morgen wurden alle Juden nach Aufforderung von Bürgerneister Faust zur Vernehmung in die alte Turnhalle gebracht. Vernehmungsprotokolle, die natürlich sehr gut Aufschluß über die Geschehnisse in dieser Nacht geben könnten sind nicht mehr vorhanden.

Wer bis zu dieser Nacht nicht ausgewandert war, der fiel nach vielen Demütigungen dem Holocaust zum Opfer.